Die Diskussionsplattform für die Freie und Kulturstadt Hamburg


Die reiche Theaterszene, die Musiker, bildenden Künstler, Filmemacher und Autoren, die Clubs und Konzerthäuser sind Grundlage einer lebendigen Stadtgesellschaft. Sie fördern Kreativität, Eigenständigkeit und Sensibilität, sie dienen der Integration, der Solidarität und dem friedlichen Zusammenleben, sie fordern aber auch zum Widerspruch und zum Nachdenken heraus.

 

Wir verstehen uns als Stimme und Sprachrohr von Künstlern und ihren Förderern; wir bieten eine Plattform für die Diskussion über künstlerische Ereignisse und Entwicklungen, wir greifen aktuelle Themen auf und entwickeln neue Konzepte. Als kritische Begleiter der Kulturpolitik wollen wir den öffentlichen Diskurs in Hamburg beleben und vorantreiben.

Fotos: Günther von der Kammer, Ibrahim Ot


Aktuelles Statement


Gedanken zur Kulturpolitik

Zum Auftakt des Wahljahres 2017 hat das Kulturforum Hamburg Thesen zur Kulturpolitik formuliert, von denen möglichst viele aufgegriffen, in erster Linie auch Bestandteil des kulturpolitischen Teils im Programm der SPD für die Bundestagswahl werden sollten.  Kernpunkte: der Begriff „Leitkultur“ wird abgelehnt, „da er nationale Überheblichkeit suggeriert“, so die Vorsitzende Cornelie Sonntag-Wolgast. „Unsere Leitkultur sind die Grundwerte unserer Verfassung.“  Zum Forderungskatalog gehören außerdem eine intensive Diskussion über die gesellschaftlichen Folgen des digitalen Wandels mit der Erhebung komplexer Datenmengen, eine bundesweite Initiative zur Stärkung musischer Fächer im Schulunterricht und die Gründung eines europäischen Think Tanks, an dem Kulturschafende, Künstler, Philosophen und Kulturpolitiker mitwirken sollen. Mehr...

 

Januar 2017

Kommentar


Nachtrag zum Bericht über unsere G 20 – Veranstaltung hmm 22. Juni 2017:

Nach den Ausschreitungen anlässlich des „G 20-„ Gipfels in Hamburg am 7. und 8. Juli 2017 sehen auch wir vom Kulturforum Anlass zur Selbstkritik. Im Verlauf unserer Podiumsdiskussion auf Kampnagel am 22. Juni unter dem Titel „G 20 – Deeskalation via Sprache und Kommunikation“ hatte einer unserer Podiumsgäste, Emily Laquer von der „Interventionistischen Linken“, es trotz eindringlicher Fragen eines Besuchers nicht geschafft (oder nicht gewollt?), sich klar von eventuell zu erwartenden Gewaltanwendungen aus dem Lager der Gipfel-Gegner zu distanzieren. Heute sagen wir: Nach wie vor halten wir es für richtig, dass wir Frau Laquer als Mit-Organisatorin einer der zahlenstärksten Demonstrationen als Diskutantin eingeladen haben. Aber wir hätten ihr im Verlauf des Abends laut und energisch widersprechen müssen. Stattdessen haben wir im Stillen gedacht: Sie entlarvt sich selbst. Aber das war nicht genug.