KULTUR MACHT

HAMBURG LEBENSWERT

Die reiche Theaterszene, die Musiker, bildenden Künstler, Filmemacher und Autoren, die Clubs, Konzerthäuser und Museen sind Grundlage einer modernen Metropole. Sie fördern Kreativität, Eigenständigkeit und Sensibilität, sie dienen der Integration, der Solidarität und dem friedlichen Zusammenleben, sie fordern aber auch zum Widerspruch und zum Nachdenken heraus.

 

WIR BIETEN Künstlern und ihren Förderern, Kulturschaffenden und Medienvertretern eine Plattform für Diskussion und Kontroversen, wir setzen Themen und hinterfragen den öffentlichen kulturpolitischen Diskurs.

 


Fotos: Günther von der Kammer, Ibrahim Ot, Christian P. Schlichte u.a.



Gedanken zur Kulturpolitik

Zum Auftakt des Wahljahres 2017 hat das Kulturforum Hamburg Thesen zur Kulturpolitik formuliert, von denen möglichst viele aufgegriffen, in erster Linie auch Bestandteil des kulturpolitischen Teils im Programm der SPD für die Bundestagswahl werden sollten.  Kernpunkte: der Begriff „Leitkultur“ wird abgelehnt, „da er nationale Überheblichkeit suggeriert“, so die Vorsitzende Cornelie Sonntag-Wolgast. „Unsere Leitkultur sind die Grundwerte unserer Verfassung.“  Zum Forderungskatalog gehören außerdem eine intensive Diskussion über die gesellschaftlichen Folgen des digitalen Wandels mit der Erhebung komplexer Datenmengen, eine bundesweite Initiative zur Stärkung musischer Fächer im Schulunterricht und die Gründung eines europäischen Think Tanks, an dem Kulturschafende, Künstler, Philosophen und Kulturpolitiker mitwirken sollen. Mehr...

 

Januar 2017

NDR-Diskussion

Hamburg, 7. September 2020

 

„Quo vadis, NDR?“, fragt das Kulturforum Hamburg. Anlass: die umfänglichen Sparmaßnahmen, die seit Wochen für Proteste im Lager der Kulturszene sorgen. Auch das Kulturforum hat bereits im Mai ausführlich Stellung bezogen, sucht aber auch den kritischen Dialog mit der Leitung des Hauses. Am 7. September 2020 stellte sich Intendant Joachim Knuth in einen Konferenzraum in Lokstedt und Fragen von Mitgliedern des Kulturforums und des Deutschen Journalistenverbandes Hamburg. Knuth sowie die Hörfunk-Direktorin Katja Marx und Anja Reschke (Leiterin der Abteilung Innenpolitik) schilderten ausführlich und schonungslos die Situation. 300 Millionen Euro müssen eingespart werden, auch wenn die nächste Gebührenerhöhung kommt. Sollte sie scheitern, erhöht sich die Summe sogar auf 450 Millionen. Mehr...


Kulturforum Hamburg:  Kultur- und Bildungsauftrag des NDR trotz Sparzwängen wahren!

Hamburg, 21. Mai 2020

 

Das Kulturforum Hamburg nimmt mit Befremden und großer Sorge um den Kultur-Auftrag des NDR die geplanten Änderungen in den Programmen von Fernsehen und Hörfunk zur Kenntnis. Wir haben Verständnis dafür, dass aus finanziellen Gründen gekürzt werden muss. Es geht uns auch nicht allein um den Wegfall der Sendung „Bücherjournal“, den viele namhafte Autoren und Literatur-Interessierte kritisieren. Wir verweisen auch auf andere Reduzierungen bei kulturell relevanten Sendungen wie die vorgesehene „multimediale Neuausrichtung“ des „Kulturjournals“ und des Medienmagazins „Zapp“. Im Hörfunk sind Jazz-Angebote, mehrere Tagestermine der Kurznachrichten „NDR Kulturell“ betroffen; „Welt der Musik“ und „Klassik auf Wunsch“ werden reduziert.

NDR-Intendant Joachim Knuth versichert, dass es – um noch einmal bei der Literatur zu bleiben – keine Buchbesprechung weniger geben werde als bisher. Vielmehr wolle man erreichen, dass mehr Menschen als bisher die Angebote sehen, hören und lesen. Wie das geschehen soll, bleibt offen. Mehr...

Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Vorsitzende