Die Diskussionsplattform für die Freie und Kulturstadt Hamburg


Die reiche Theaterszene, die Musiker, bildenden Künstler, Filmemacher und Autoren, die Clubs und Konzerthäuser sind Grundlage einer lebendigen Stadtgesellschaft. Sie fördern Kreativität, Eigenständigkeit und Sensibilität, sie dienen der Integration, der Solidarität und dem friedlichen Zusammenleben, sie fordern aber auch zum Widerspruch und zum Nachdenken heraus.

 

Wir verstehen uns als Stimme und Sprachrohr von Künstlern und ihren Förderern; wir bieten eine Plattform für die Diskussion über künstlerische Ereignisse und Entwicklungen, wir greifen aktuelle Themen auf und entwickeln neue Konzepte. Als kritische Begleiter der Kulturpolitik wollen wir den öffentlichen Diskurs in Hamburg beleben und vorantreiben.

Fotos: Günther von der Kammer, Ibrahim Ot


Aktuelles Statement


Gedanken zur Kulturpolitik

Zum Auftakt des Wahljahres 2017 hat das Kulturforum Hamburg Thesen zur Kulturpolitik formuliert, von denen möglichst viele aufgegriffen, in erster Linie auch Bestandteil des kulturpolitischen Teils im Programm der SPD für die Bundestagswahl werden sollten.  Kernpunkte: der Begriff „Leitkultur“ wird abgelehnt, „da er nationale Überheblichkeit suggeriert“, so die Vorsitzende Cornelie Sonntag-Wolgast. „Unsere Leitkultur sind die Grundwerte unserer Verfassung.“  Zum Forderungskatalog gehören außerdem eine intensive Diskussion über die gesellschaftlichen Folgen des digitalen Wandels mit der Erhebung komplexer Datenmengen, eine bundesweite Initiative zur Stärkung musischer Fächer im Schulunterricht und die Gründung eines europäischen Think Tanks, an dem Kulturschafende, Künstler, Philosophen und Kulturpolitiker mitwirken sollen. Mehr...

 

Januar 2017

Kommentar


Erinnerung an Jürgen Heuer

Jürgen Heuer war für mich über Jahre hinweg „die“ Verkörperung der Landespressekonferenz – und dazu ein immer sachlicher und dennoch lebhafter Reporter, der sich genau in der Hamburger Landespolitik auskannte und die Eigenheiten der politisch Agierenden auch mit Ironie beim alljährlichen Treffen der LPK darbot. Sein kluger, ruhiger Auftritt auf der von Kulturforum und DJV Hamburg gemeinsam getragenen Podiumsdiskussion im Vorfeld des G20-Gipfels bleibt uns allen in Erinnerung. Denn er demonstrierte, was wir eigentlich mit der Veranstaltung bezweckt hatten: „Deeskalation via Sprache und Kommunikation.“ Wir sind sehr traurig.

 

Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Vorsitzende des Kulturforums Hamburg